Leitlinien zur Behandlung – liest die niemand?

Habe mich daran gewöhnt, alles selbst zu regeln – z.B. meine Nachsorgetermine. Nun steht wieder einer an und ich will noch mal nachlesen, wie denn die Empfehlung lautet, wenn ich im September das „Fünfjahresüberleben“ auch offiziell feiern darf. Ich gebe „Leitlinie Sarkome“
bei Google ein und lande sofort bei Onkopedia:

aktuelle Leitlinie aus Onkopedia

Wer also gerade versucht, seine Diagnose und seine Perspektiven zu begreifen, ist hier gut aufgehoben. Ich finde sie gut verständlich. Da lese ich: eine Amputation kommt nur in Frage, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Die Leitlinie ist aus 2011 und trotzdem lese ich fast monatlich von neuen Verzweifelten, denen die Amputation als einzige Option dargestellt wurde! Wie unverantwortlich arbeiten Ärzte, die nicht nach dem Fachwissen suchen, das andere mühsam zusammengetragen und zur Verfügung gestellt haben?!? Wieviele Betroffene sind wohl seit 2011 trotzdem amputiert worden, weil sie sich nicht trauten, nach einer Zweitmeinung zu fragen?
Welches Glück ich doch hatte – na ja: meine Widerborstigkeit hat mir denn doch mal genützt…….;-)

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3 Gedanken zu „Leitlinien zur Behandlung – liest die niemand?

  1. Ich muss sagen, dass ich da gegenteilige Erfahrungen gemacht habe! Meine Ärzte haben über einen für mich langen Zeitraum alles versucht, um eine Amputation zu vermeiden. Zwar haben sie diese Möglichkeit aufgezeigt, aber keinesfalls vorschnell gehandelt. Und sie haben von allein für eine zweite Meinung gesorgt und mir andere Spezialisten empfohlen. Leider hört man von den guten Erfahrungen zu selten, obwohl es sie doch gibt!

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