Extremitätenperfusion

Nach der Vorbereitung (insbesondere Kontrolle der Durchgängigkeit der Beinarterien, durch die das TNFalpha eingeleitet werden soll) und einer ausführlichen Aufklärung (ich bin bereits umfassend informiert durch Fachartikel und voller Vertrauen in die handelnden Ärzte) , geht es am nächsten Morgen um 7 Uhr ab ins OP. 9 Stunden wurde ich dort behandelt! Der Tumor unter Überhitzung mit dem Zellgift traktiert. Dabei wurde das Bein vom Blutkreislauf getrennt. Alles kein Spaziergang für den Organismus – aber ich habe alles gut überstanden. Nach kurzer Beobachtung im Aufwachraum bleibe ich noch über Nacht auf der Intensivstation, um Komplikationen frühzeitig begegnen zu können. Aber: der Hauptnerv im Bein ist unverletzt und den Wadenmuskel hat man sicherheitshalber durchtrennt, statt die Möglichkeit der unkontrollierten Zerstörung abzuwarten. Das Bein ist sehr angeschwollen und muss hochgelagert werden – aber einen weiteren Tag später darf ich schon aufstehen. Ich freue mich auf meine Kinder, die am Wochenende nach Essen zu Besuch kommen werden. Einige Tage später wurde dann der Muskelspalt in der Wade geschlossen, was ich wegen der unerfreulichen Vollnarkose-Nebenwirkungen lieber unter Spinalanästhesie und bei Bewusstsein machen lasse. Da bin ich schon nach kurzer Zeit wieder fit! Nach insgesamt 14 Tagen darf ich nach Hause – brauche weiter Lymphdrainagen, Wundnachsorge und einen Kompressionsstrumpf – aber bin einigermaßen fit und mobil.

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