Erfolgskontrolle nach 6 Wochen

Erneutes MRT sechs Wochen später. Die Ärzte sind mit dem Behandlungsergebnis zufrieden. Das Gift hat angeschlagen. Noch vor Weihnachten soll das Gewebe ausgeschabt werden. Also noch eine OP, wieder nach Essen, wieder Heilungsprozess abwarten. Na ja, ich will mal „Demut“ zeigen – immerhin habe ich immer noch mein Bein! Bin relativ fit und der Krebs ist bisher nicht wirklich fortgeschritten. Soll ich mich zur Arbeit schleppen bis dahin? Ich halte es flexibel, habe mir Telearbeit ermöglichen lassen und nehme dann schon mal den einen oder anderen Termin wieder wahr. Längeres Sitzen macht Mühe und lässt das Bein anschwellen.  Dann wieder nach Essen – schon fast heimatliche Gefühle haben wir, wenn wir in diese Stadt kommen – hätte nie gedacht, dass ich mal Ruhrgebiets-Fan werden könnte! Schön, dass ich das alles nicht allein machen muss!

Nach der ersten OP muss das Ergebnis der Pathologie abgewartet werden. Solange bleibt die Wunde offen – dann nochmal ins OP zur Nach-Resektion. Alles wieder zugenäht und ich muss nur noch auf die Entlassung hinarbeiten – schließlich naht Weihnachten! Nach 4 weiteren Heilungstagen werde ich entlassen und freue mich auf die Kinder! Erst kurz vor der Entlassung kommt alles in meinem Bewusstsein an: wie viel Glück ich mit diesen Ärzten hatte, die bereit und in der Lage waren, mir zu helfen! Die mutig genug sind,  komplizierteste Behandlungen zu riskieren, aber bei allem nicht die Patienten und ihre Lebensqualität aus dem Auge verlieren! Tränen der Dankbarkeit und der Erleichterung fließen, bevor ich nach Hause fahre!

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