Der Befund zwei Wochen später

Nach der OP noch im Aufwachraum stehen beide Operateure bei mir und sagen, dass alles gut verlaufen sei und das Tumorgewebe nur zur Sicherheit noch zur Untersuchung eingesandt wurde – aber man sei sicher, dass es gutartig sei. Ich bleibe eine Woche im Krankenhaus und muss dann alle zwei Tage zur Wundkontrolle und zum Verbandwechsel in die Ambulanz. Etwa 8 Tage nach der Entlassung wird mir mitgeteilt, der Chefarzt wolle mich noch sprechen, ich möge warten, bis er aus dem OP käme. Das wunderte mich etwas, war der Verbandwechsel doch ’ne Kleinigkeit und der Arzt wollte in den Urlaub. Er war so nett , sich persönlich für die Überbringung der schlechten Nachricht zuständig zu fühlen und teilte mir mit, dass es sich leider doch um bösartiges Gewebe gehandelt habe. Ich möge zur weiteren Besprechung einen Termin beim Tumorspezialisten machen, der schon bei meiner OP dabei war und schon wissen werde, was weiter zu tun sei – nur sei der leider erst in einer Woche wieder in der Klinik. Ich könne mich auch in die Psychiatrie begeben, falls ich seelische Hilfe bräuchte…
Ich war sehr geschockt und begab mich wie in Watte nach Hause , wo ich meiner Familie zunächst gar nichts sagen konnte. Wie über etwas sprechen, dass man selbst noch gar nicht realisiert hat. Ich weiß nicht, was weiter passiert, soll ich meine Familie in Panik versetzen?

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